Kokosöl und die Gesundheit

Das Kokosöl einiges kann, haben Sie vermutlich schon in den anderen Rubriken gelesen. Doch wie unterstützt Kokosnussöl tatsächlich die Gesundheit? Oder hat es etwa einen schädlichen Einfluss darauf?

Kokosöl für die Gesundheit
Kokosöl für die Gesundheit

Der Schluss das Kokosöl schädlich sein kann, könnte dadurch entstehen, dass gesättigte Fettsäuren gemeinhin verteufelt werden. Es scheint ein schwarz – weiß Spielchen mit den gesättigten Fettsäuren zu sein. Die Eine Seite verdammt sie und die andere spricht sie heilig. Doch wir werden sehen, dass es nicht ganz so einfach ist.

Zunächst einmal was sind gesättigte Fettsäuren und wieso sollte sie jemand verteufeln?

Unlängst kursieren zahlreiche Studien, dass gesättigte Fettsäuren, die vor Allem in tierischen Produkten enthalten sind, einen schlechten Einfluss auf den Cholesterinwert haben, insbesondere den LDL – Cholesterinwert, der eben, wenn er zu hoch ist, zu Ablagerungen in den Gefäßen und im Kreislauf führen kann. Das führt selbstverständlich langfristig zu verheerenden Schäden in der Durchblutung und in der Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und roten Blutkörperchen.

Ein interessantes Beispiel aus der neueren Ernährungsgeschichte ist die Einführung von Margarine. Margarine wurde als segensreicher Ersatz zu tierischer Butter angepriesen, weil es anstatt gesättigter, eben ungesättigte Fettsäuren enthält und deshalb keine schädliche Wirkung auf das Herz – Kreislaufsytem haben sollte.

In weiterer Folge hat sich herausgestellt, dass Margarine zwar keine gesättigten Fettsäuren, aber dafür gehärtete Fettsäuren enthält, die für die Gesundheit sogar noch schädlicher sein sollen. Außerdem enthält Margarine zahlreiche Stoffe, die vom Körper gar nicht verarbeitet werden können. Das soll jetzt kein Anruf gegen Margarine sein. Es soll lediglich verdeutlichen, dass es eben in der Ernährung nicht immer Schwarz – Weiß zugeht, wie es eben oft propagiert wird!

Zunächst ist zu sagen, dass Kokosnussöl beinahe ausschließlich aus gesättigten Fettsäuren besteht, genaugenommen aus den mittelkettigen Triglyceriden!

Doch hat es sich herausgestellt, dass nicht alle gesättigten Fettsäuren schädlich sein können für die menschlichen Gefäße. Im Gegenteil sogar!

Wie Sie in der Rubrik Studien nachlesen können, gibt es Naturvölker, vor Allem in Pazifik, bei denen Kokosnüsse mehr oder weniger die Einzige Fettquelle darstellt. Diese Völker haben bei Untersuchungen gezeigt, dass sie sogar überdurchschnittlich positive Werte bei Herz – Kreislauf und Cholesterin haben. Wie konnte das denn sein, wo doch gesättigte Fettsäuren so unheilvoll für die Gefäße sind?

Es hat sich herausgestellt, dass die in Kokosnussöl enthaltenen Fettsäuren anders als erwartet, einen positiven Effekt auf das LDL – Cholesterin haben, es sogar senken, und einen förderlichen Effekt auf das HDL – Cholesterin, das für das Herz – Kreislaufsystem gut ist.

Diese Erkenntnisse wurden noch mehr unterstrichen durch die Tatsache, dass es in Krankenhäusern als Lösung bei künstlicher Ernährung bei schwerkranken Patienten zugeführt wurde. Die amerikanische Nahrungs- und Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration stufte Kokosnussöl als sicheres und natürliches Nahrungsmittel ein.

Im Laufe weiterer Studien kam man nach und nach auf die weiteren positiven Effekte von Kokossöl.

Gesundheitliche Wirkungen von Kokosöl

Es enthält mit Vitamin E und Selen zwei äußerst intensive Anti – Oxidantien, die besonders gut dazu geeignet sind freie radikale einzufangen und so langfristig für Alterserscheinungen und Krebs schützen können.

Näheres dazu finden Sie in der Rubrik Wirkungsweise.

Außerdem hilft Kokosnussöl wegen seiner antibakteriellen Wirkung, die sie eben durch seinen sehr hohen Anteil an mittelkettigen gesättigten Fettsäuren entfalten kann, bei Befall mit Ungeziefer.

Näheres dazu finden Sie ebenfalls in der Rubrik Wirkungsweise, Haut, Haare.

Es hilft auch beim Abnehmen. Dadurch, dass die darin enthaltenen Fettsäuren sofort in Energie umgewandelt werden und nicht erst durch Gallensäure und weitere Enzyme in Energiemoleküle gespaltet werden müssen, wird die Ketonproduktion im Körper angekurbelt.

Inwiefern man dadurch Abnehmen kann, lesen Sie in der Rubrik Abnehmen.

Das sind einige “allgemeine” positive Effekte die Kokosnussöl auslösen kann. Nun wollen wir auf einige spezische “Gebrechen” eingehen und uns die Wirkung von Kokosnussöl in dieser Hinsicht anschauen.

Kokosöl bei Erkältungen

Bei Schnupfen wirkt Kokosnussöl gleich dreifach!

Erstens schützt es die Schleimhäute, sowohl in der Nase als auch im Darm (dort trägt es zur zusätzlichen Immunabwehr bei) und zwar dadurch, dass das in Kokosnussöl enthaltene Fett als Feuchtigkeitsspender in diese Schleimhäute ganz leicht eindringen kann und dort eine zusätzliche Feuchtigkeitsschicht bereitstellt.

Zweitens stärkt es das Immunsystem mit seinen zahlreichen Nährstoffen aber auch mit der Laurin und Caprylsäure, die gegen Bakterien und Viren wirken. Diese können die Zellmembran dieser Schädlinge durchbrechen und diese dann von innen heraus vernichten!

Drittens kann Kokosnussöl auch noch die gereizte Haut, die vom ständigen Niesen und Schnäuzen leicht aufgescheuert wird ein wenig heilen und unterstützen. Indem man Kokosnussöl auf die entsprechenden Stellen aufträgt kann ein lindernder Effekt in diesem Berreich erzielt werden.

Bei Husten wirkt Kokosöl wie ein Husteinsaft. Es lindert zum Einen die Läsionen und Entzündungen in der Rachenschleimhäut und die Wände der Atemwege, weil es durch die Laurin- und Caprinsäure die Bakterien reduziert und durch die Feuchtigkeitsspendende Wirkung kann es einen Schutzfilm über die in Mitleidenschaft gezogenen Stellen bilden. Außerdem hilft Kokosnussöl beim Abhusten.

Bei Halsschmerzen gilt im Grunde, das zu Schnupfen und Husten Gesagte. Durch seine antibakterielle und feuchtigkeitsspendende Wirkung kann Kokosöl den Verlauf der Krankheiten lindern.

Kokosöl für die Leber

Die Leber ist das Entgiftungsorgan des Körpers. Das Blut transportiert alle möglichen Nähr- und Schadstoffe in die Leber, wo es dann sozusagen “aussondert” was benötigt wird und was nicht. Sollte die Leber zunehmends in Mitleidenschaft gezogen werden, wird der Körper mehr und mehr “vergiftet”, was langfristig zu sehr schweren Schäden an Organen und dem Metabolismus führen kann.

Kokosöl wirkt auf sehr schlaue Weise auf die funktionsweise der Leber. Zum Einen nimmt es der Leber jede Menge Arbeit ab. Dadurch, dass die in Kokosöl enthaltenen mittelkettigen gesättigten Fettsäuren so “leicht” verarbeitet und in Energie umgewandelt werden können, bedarf es durch die Leber keine weiteren Aufwand, um das Aufgenommene in Energie umzuwandeln. So hat die Leber mehr Kapazitäten um Gallensäure zu bilden und dadurch, den Blutzucker zunehmendes zu regulieren und das Blut zu reinigen.

Außerdem enthält Kokosnussöl einen hohen Anteil an Omega 3 und Omega 6, die ebenfalls einen wohltuenden Effekt auf die Leber haben.

Kokosöl gegen Herpes

Laurin- und Capryl-, Caprinsäure sind dazu imstande die Herpes Viren erfolgreich zu bekämpfen. Dies können diese Fettsäuren indem sie die Zellmembran durchqueren und die Viren auf diese Art und Weise angreifen. Tragen Sie Kokosnussöl auf die entsprechenden Stellen auf und waschen Sie anschließend die Hände, da sich der Virus sonst auf andere Stellen übertragen könnte.

Kokosöl gegen Pilze

Auch können mit den angeführten Säuren Pilze erfolgreich bekämpft werden. Besonders die Capryl und Caprinsäure ist besonders gut geeignet um Pilzerreger zu bekämpfen, wobei die äußere Hülle der Pilzerreger “aufgesprengt” wird und die Pilze so dezimiert werden können.

Dabei hilft Kokosöl bei Fußpilz und Pilzen im Intimberreich. Es dient auch als vorbeugende Maßnahme zu einem Pilzbefall. Bei Fußpilz etwa kann das Öl auf die Füße und vor allem in den Zwischenräumen zwischen den Zehen aufgetragen werden, bevor Sie zum Beispiel ins Schwimmbad gehen.

Kokosöl für die Nerven

Kokosnussöl kann dadurch, dass es direkt in Ketone umgewandelt werden kann und dem Körper so eine Alternative zu Glucose verschafft langfristig Schäden und übermäßige Abnützungen an Gehirn und Nerven reduzieren. Glucose, entsprechend wissenschaftlichen Studien, hat in übermäßigen Mengen eine degenerative Wirkung auf Gehirn und Nervenzellen.

Durch die vermehrten Ketone und die reduzierte Glucose kann auf diese Art und Weise, bei langfristiger Einnahme ein positiver Effekt auf den Zustand der Nerven ausgelöst werden.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte die Rubrik Alzheimer.

Kokosöl beim Sport

Kokosöl ist für Sportler besonders gut geeignet. Durch die unmittelbare Energiezufuhr von Kokosnussöl kann vor einer “Sportsession” zusätzliche Energie bereit gestellt werden.

Auch soll Kokosnussöl mit seinen bioaktiven Stoffen eine stimulierende und gleichzeitig harmonisierende Wirkung auf die Muskeln haben. Deshalb nehmen manche Sportler vor einem Training einen Esslöffel Bio Kokosnussöl zu sich und schmieren sich auf übermäßig zu beanspruchende Muskelpartien Kokosöl. Dieser Effekt wurde wissenschaftlich noch nicht belegt, dennoch muss es wohl einen Grund haben weshalb bestimmte Ausdauer und Kraftsportler gerne zu Kokosnussöl greifen.

Kokosöl und die Gesundheit – Fazit:

Insgesamt muss angemerkt werden, dass Kokosnussöl bei keinem Einzigen der angeführten Punkte einen Arzttermin ersetzt. Sollten Sie ernsthafte Leiden haben, empfehlen wir Ihnen selbstverständlich einen Arztbesuch und keinesfalls eine Therapie rein mit Kokosnussöl.

Kokosöl kann höchstens als Therapiebegleitung erachtet werden.

Ansonsten ist zu sagen, dass sich Kokossöl bei vielen Leiden und Zivilisationsgebrechen als ein Mittel der Linderung bewährt hat.
Geben Sie dem Kokosnussöl eine Chance!