Kokosöl – Was ist die Wirkung?

Kokosnüsse sind bei Naturvölkern besonders beliebt, nicht nur wegen dem Fruchtfleisch und der schmackhaften Kokosmilch innerhalb der Frucht, sondern auch wegen den zahlreichen Nährstoffen, die darin enthalten sind.

In der letzten Zeit wurden vermehrt Studien zu Kokosöl vorgenommen, deren Ergebnisse vielversprechend sind.

Wirkung von Kokosöl
Wirkung von Kokosöl

Es hat sich herausgestellt, dass Kokosnussöl aufgrund seiner einzigartigen Konsistenz und seinen Inhaltsstoffen eine breite Anwendungsmöglichkeit hat. Angefangen über die Kosmetik, über die Gesundheit hin zu Viechern und Bakterien. Kokosnussöl wird sogar angewendet um bestimmte Tiere von Ungeziefer zu befreien.

Kokosnussöl besteht zu einem Großteil aus Laurin- und Caprilsäure. Zwei mittelkettige Fettsäuren, deren Vorteile für den menschlichen Körper lange unterschätzt wurden. Doch enthält Kokosnussöl jede Menge weiterer wichtiger Nährstoffe.

Wissenschaftliche Studien kommen nach und nach drauf, welche weiteren Inhaltsstoffe in Kokosnussöl enthalten sind. Das bedeutet, dass die Wissenschaft längst noch nicht alles über das Kokosnussöl weiß.

In dieser Rubrik wollen wir nun herausfinden, weshalb Kokosnussöl seine segensreiche Wirkung entfaltet.

Laurinsäure

Kokosnussöl besteht zu mindestens 50 % aus Laurinsäure, weshalb Kokosnussöl auch Laurinöl bezeichnet wird.

Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, die einzigartige Eigenschaften entfaltet, wie etwa, dass es im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen die Lipidmembran von Bakterien und Viren leicht durchstoßen und diese schädlichen Lebewesen dann auch vernichten kann.

Deshalb kommt Laurinsäure im antibakteriellen Berreich besonders zur Geltung. Durch das Auftragen der Laurinsäure bei Mensch und bei Tier können Bakterien, Viren und anderes Ungeziefer effizient bekämpft werden. Dadurch stärkt Laurinsäure das Immunsystem und hilft dem Körper dabei gegen diese Schädlinge vorzugehen.

Ein weitere Eigenschaft von Laurinsäure ist, dass der menschliche Körper, die Energie, die in Laurinsäure enthalten ist, leichter aufnehmen kann. Der Körper benötigt bei den meisten Stoffwechselabläufen, Gallensäure und weitere Enzyme um die Nährstoffzellen aufzuspalten und die Energie zu verwerten.

Bei Laurinsäure hingegen kann das ohne Gallensäure und Enzyme erfolgen. So kann der menschliche Körper unmittelbar nach der Aufnahme von Laurinsäure, die darin enthaltene Energie verwerten, ohne weitere Zwischenschritte.

Ein weiterer positiver Effekt der Laurinsäure liegt darin, dass Laurinsäure positiv auf den Cholesterinwert auswirkt. Laurinsäure vermag die Produktion von HDL – Cholesterin zu untersützen, dessen Funktion darin liegt die Gefäße zu schützen. Auf diese Art und Weise kann langfristig dass Herz – und Kreislaufsystem durch die Laurinsäure stabilisiert und gefördert werden.

Insgesamt kann man sagen, dass Laurinsäure eine Vielzahl von Eigenschaften im menschlichen Körper entfaltet, und dass es eben, wenn regelmäßig eingenommen, es langfristig zu einer Verbesserung des Immun- und Herz- Kreislaufsystem kommt.

Der menschliche Körper kann diese mittelkettige Fettsäure nicht selbst produzieren, weshalb sie von Außen zugeführt werden muss.

Caprylsäure

Caprylsäure ist ebenfalls eien mittelkettige Fettsäure, die in Kokosöl enthalten ist. Eine besondere Eigenschaft dieser Caprylsäure ist die äußere Hülle von Pilz-Erregern anzugreifen, weshalb sie in der heutigen Medizin gegen Hefepilzinfektionen verwendet wird.

Der Hefepilz ist beim überwiegendem Teil der Bevölkerung enthalten und sorgt in der Regel für eine ausgeglichene Immunabwehr. Doch bei äußeren Einflüssen, wie Stress, Antibiotika oder durch übermäßig ungesunde Ernährung kann das Gleichgewicht schon einmal aus den Fugen geraten und der Pilz eine schädliche Neigung entfalten.

Die im Kokosöl enthaltene Caprylsäure kann bei regelmäßiger Einnahme Abhilfe bereiten. Es setzt allerdings nach anfänglicher Einnahme eine kurzzeitige Verschlechterung der Symptome ein. Bei regelmäßiger fortgesetzter Einnahme hingegen werden die Symptome nach und nach verschwinden.

Ähnlich wie die Laurinsäure wird Caprylsäure ebenfalls schnell vom Körper in Energie umgewandelt. Dabei gelangen die Energiemoleküle von Caprylsäure ohne weitere Umwandlungsschritte durch Enzyme oder Gallensäure ins Blut und können so sehr rasch die Energie bereitstellen.

Caprinsäure

10% des Kokosnussöl besteht aus Caprinsäure. Caprinsäure hat die Eigenschaft HDL – Cholesterin zu erhöhen, und schlechtes LDL – Cholesterin zu verringern.

Doch es ist nicht die ursprüngliche Caprinsäure, die einen Gesundheitsboost im Körper auslösen kann, sondern das weitere Stoffwechselprodukt aus der Caprinsäure und zwar die Monocaprinsäure.

Monocaprinsäure wird nachgesagt, dass sie das Immunsystem stärken kann und besonders gegen Viren effizient ist. Es konnte sogar in Untersuchungen nachgewiesen werden, dass bei HIV Patienten die Virenlast herabsetzen kann.

Doch nicht nur gegen Viren, sondern auch gegen Pilze kann Monocaprinsäure eingesetzt werden. Ähnlich wie die Caprylsäure kann die Caprynsäure die äußere Hülle vom Hefepilzerreger angreifen und zerstören.

Myristinsäure

Myristin ist eine langkettige gesättigte Fettsäure, die essentiell ist und nicht vom Körper selbst hergestellt werden kann, weshalb sie auch von außen zugeführt werden muss. Sie unterstützt in erster Linie den Membranaufbau der menschlichen Zellen.

So wie alle anderen Fettsäuren, die im Kokosöl enthalten sind, ist Myristinsäure zwar gesättigt, wirkt sich aber nicht auf den schädlichen LDL – Cholesterinwert sondern auf den gesunden HDL – Cholesterinwird aus. Dennoch sollte Myristinsäure nicht in zu großem Maße eingenommen werden, da bei übermäßigem Verzehr auch der LDL – Cholesterinwert steigen kann.

Kokosnussöl besteht zu 20 % aus Myristinsäure.

Vitamine E

Kokosnussöl enthält einen großen Anteil an Vitamin E. Vitamin E ist in erster Linie für die Instandhaltung der Haut verantwortlich, weshalb ein Mangel an Vitamin E zu einer ausgetrockneten und ausgemergelten Haut führen kann. Ein übermäßiger Vitamin E Mangel kann langfristig auch zu Übermüdung und Burn – Out Symptomen führen.

Antioxidantien

Vitamin E ist weiters ein äußerst effektiver freier Radikalfänger. Freie Radikale können im Körper großen Schaden anrichten, angefangen bei Alterserscheinungen bis hin zur Entstehung von Krebs. Vitamin E ist hilft dabei jene freien radikale einzufangen und schützt deshalb vor Alterserscheinungen und vor Krebszellen.

Vitamin K

Vitamin K ist ein blutlösliches Vitamin, dass sowohl beim Aufbau von Eiweißen im Körper unterstützend wirkt, als auch eine “entkalkende” Funktion auszuüben vermag. Langfristig kann Vitamin K vor Krebs und Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Selen

Die meisten Menschen heutzutage weisen einen ausgeprägten Selenmangel auf. Selen dient dazu freie Radikale im Körper einzufangen und hat insbesondere die Eigenschaft, Schwermetalle an sich zu binden. Es ist eine sehr effektive Antioxidantie und wirkt deshalb förderlich für das Immunsystem und beugt Krebserkrankungen vor.

Fazit: Durch die enthaltenen Fettsäuren wirkt Kokosnussöl in erster Linie antibakteriell und kann dadurch die Gesundheit fördern.

Mit seinen antibakteriellen Fettsäuren kann es verschiedene Bakterientypen, aber auch Pilzerreger und Viren effektiv bekämpfen. Aber im Gegensatz zu anderen gesättigten Fettsäuren greift es das Herz – Kreislauf system nicht an, sondern unterstützt es, in dem es das gesunde HDL – Cholesterin fördert.

Außerdem enthält es mit Vitamin E und Selen zwei äußerst wirksame Antioxidantien, die auf lange Sicht den Körper vor freien Radikalen schützen können.