Kokosöl gegen Zecken

So können Sie sich mit Kokosöl Zecken vom Leibe halten.

Wie Sie sicher wissen, sind Zecken eine gefährliche Plage in unseren Breiten. Zecken sind in Deutschland, Österreich und in den Nachbarländern heimisch.

Kokosöl gegen Zecken
Kokosöl gegen Zecken

In Acht nehmen muss man sich vor den kleinen Spinnentieren vom Frühjahr bis in den Spätherbst, wenn man in der freien Natur unterwegs ist. Bevor wir darüber sprechen, wie Sie sich Zecken mit Kokosöl vom Leibe halten können, wollen wir zuerst zeigen, was für erstaunliche Tiere Zecken überhaupt sind.

Was sind Zecken eigentlich?

Sie sind Spinnentiere und Schmarotzer. Wir alle kennen menschliche Schmarotzer, die vom Geld anderer Leute leben. Zecken funktionieren ganz ähnlich, bloß dass sie nicht an Ihrem Geld interessiert sind. Vielmehr benötigen sie Ihr Blut (oder das Blut Ihres Haustieres) um sich ernähren zu können.

Viele Leute glauben, dass Sie sich von Bäumen auf Ihre Opfer fallen lassen, aber das ist ein Irrglaube. In Wirklichkeit leben Zecken im Gras und im Unterholz bis zu einer Höhe von 80 cm. Wer also durch Unterholz und Wiesen streift, muss damit rechnen hin und wieder einen Zeck abzubekommen. Erkannt werden Sie durch Ihre Körperwärme sowie dem ausgeatmeten Kohlendioxid.

Wie kommen die Zecken an Ihr Blut?

Sie hängen sich an der Kleidung oder am Fell an und suchen sich dann eine passende Stelle zum Blutsaugen. Sie lieben dünnhäutige, feuchte und gut durchblutete Stellen. Beim Menschen sind das oft die Kniekehlen, Brust, Bauch und Kopf. Sobald sie die richtige Stelle gefunden haben, beißen Sie sich fest und stechen mit einem Stachel in die Haut. Die Einstichstelle wird betäubt, so dass man den Stich oft gar nicht bemerkt. Sobald die Zecken angedockt haben, beginnt das fröhliche Blutsaugen.

Den Spruch „Drink Responsible“ haben Zecken wohl noch nie gehört. Ein voll gesaugter Zeck kann bis zu 200 mal so viel wiegen, wie ein durstiges Tier. Laborversuche haben gezeigt, dass Zecken mit einer einzigen Blutmahlzeit 10 Jahre auskommen können.

„Ach, mir passiert nicht, immerhin habe ich eine Zeckenimpfung…“

Das ist gut, bedenken Sie aber, dass eine Zeckenimpfung nur gegen die Übertragung von FSME schützt. Unter FSME versteht man die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Das ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird.

FSME ist gefährlich und kann tödlich enden. Gut, dass Sie sich davor schützen.

Eine Zeckenimpfung schützt jedoch nicht gegen Borreliose. Diese Infektionskrankheit wird ebenfalls von Zecken übertragen und kann vor allem die Organe, Haut und Gelenke schädigen. Es wird angenommen, dass in Deutschland das Risiko einer Erkrankung an Borreliose bei ungefähr 1% nach einem Zeckenstich liegt.

Anders als beim FSME-Virus wird Borreliose zum Glück nicht sofort übertragen. Man nimmt an, dass die Krankheit erst einige Stunden nach dem Zeckenstich übertragen wird. Es soll ein Zeitfenster von 8 bis 12 Stunden bestehen. Daher ist es empfehlenswert angesaugte Zecken sofort mit einer Pinzette zu entfernen.

Die Zeckeneinstichstellen sollten in den folgende tagen und Wochen unbedingt regelmäßig kontrolliert werden. Die Borreliose bricht erst nach einer Inkubationszeit von 5-29 Tagen aus. Charakteristisch ist die Bildung eines rötlichen Hautausschlages an der betroffenen Einstichstelle. Weitere Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und eine allgemeine Abgeschlagenheit.

Eine rechtzeitig erkannte Borreliose kann relativ erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Trotz der relativ guten Behandlungsmöglichkeiten, sollten Sie die Gefahr einer Borreliose nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bedenken Sie auch, dass Ihre Haustiere (Katzen, Hunde, Pferde) ebenfalls an Borreliose erkranken können. Bei Tieren ist das Risiko sogar noch höher, da Zecken im dichten Fell oft zu spät bemerkt und entfernt werden.

Vor 2 Jahren starb beinahe der Schäferhund meiner Schwester an dieser tückischen Krankheit. Spielen Sie kein Hazardspiel und vertrauen Sie nicht darauf, dass Sie die Zecken früh genug entfernen werden. Wie bei so vielen Sachen im Leben ist Vorbeuge besser als heilen. Schützten Sie sich daher vor Zecken schon im Voraus. Eine Möglichkeit Zecken abzuwehren, ist die Anwendung von Kokosöl.

Zecken mit Kokosöl vom Leibe halten

Es gibt einige chemische und natürliche Mitteln, die Zecken fernhalten können. Bei vielen Mitteln können jedoch allergische Reaktionen auftreten, außerdem bevorzugen viele Menschen natürliche Mitteln ohne der so genannten „Chemie“. Hier muss die Redaktion jedoch anmerken, dass auch natürliche Mittel selbstverständlich chemische Stoffe beinhalten. Mehr dazu hier: http://derstandard.at

Ohne in die „natürlich vs synthetisch“ Diskussion einsteigen zu wollen: Kokosöl hat kaum Nebenwirkungen – besonders nicht, wenn es äußerlich angewendet wird. Hinzu kommt, dass Kokosöl auch äußerst effektiv wirkt. Daher ist Kokosöl für Sie und Ihre Haustiere ein perfektes Schutzmittel gegen Zecken und andere Parasiten.

Die Abschreckende Wirkung des Kokosöls liegt an der im Öl enthaltenen Laurinsäure.

Die Wirksamkeit von Kokosöl wurde auch durch eine Studie der Freien Universität Berlin bestätigt. Schon eine 10% Laurinlösung hat bei Menschen mindestens sechs Stunden lang eine abstoßende Wirkung auf Zecken. Ungefähr 81% der Tiere mieden die mit Laurinsäure behandelten Oberflächen.

Kokosöl enthält Laurinsäure in einer Konzentration von 60%. Also deutlich mehr als zum Beispiel Butter, wo die Säure nur zu 5% enthalten ist.

Wir sehen, dass Kokosöl zwar keinen perfekten Schutz bietet, aber dennoch den Schutz vor Zeckenbissen deutlich erhöht.

Wie Kokosöl zum Schutz vor Zecken auftragen?

Kokosöl tragen Sie wie jedes andere Körperöl auf. Bedenken Sie, dass Kokosöl bei Zimmertemperatur fest ist. Daher müssen Sie es zuerst auf die Hand legen und dort einmassieren, damit das Kokosöl warm wird und sich verflüssigt. Nun können Sie es in die Haut einmassieren. Als Zeckenschutz sollten Sie es vor allem auf die unteren Körperbereiche anwenden, da sich dort die meisten Zecken festhängen.

Sollten Sie das Öl als Schutz vor anderen Parasiten – zum Beispiel Mücken oder Bremsen – verwenden, massieren Sie vor allem die nicht durch Kleidung geschützten Hautstellen ein.

Als Nebeneffekt pflegen Sie mit dem Öl übrigens auch ihre Haut. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Kokosöl und Hautpflege.

Wenn Sie ihre Haustiere mit Kokosöl vor einem Zeckenbefall schützen wollen, massieren Sie das Öl am besten vor einem Spaziergang ein. Achten Sie darauf, dass das Öl vor allem auf Beinen, Bauch, Ohren und Hals des Tieres verteilt wird. Als Nebeneffekt werden Sie übrigens feststellen, dass das Fell Ihres Haustieres sehr schön zum glänzen anfangen wird. Kokosöl ist nämlich auch eintolles Haar- und Fell-Pflegeprodukt.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Kokosöl für Hunde, Katzen und Pferde.