Kokosöl gegen Läuse, Flöhe und Milben

Ein Befall mit Ungeziefern (wie Läusen, Milben und Flöhen) ist im besten Fall unangenehm. Im schlimmsten Fall können jedoch schwere Krankheiten übertragen bzw. ausgelöst werden.

Kokosöl gegen Milben
Kokosöl gegen Milben

Betroffen von diesen Parasiten sind natürlich nicht nur Sie als Mensch, sondern besonders auch Ihre Haustiere. Nur wenige Katzen und Hunde bleiben ihr Leben lang von Flöhen, Läusen und anderen Parasiten verschont.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Kokosöl bei Tieren.

Kokosöl gegen tierische Parasiten – Läuse, Milben, Flöhe

Was können Sie tun, wenn Sie von Läusen, Milben oder Flöhen befallen wurden?

In der Regel wird Ihnen der Hausarzt ein chemisches Mittel zur Bekämpfung der Parasiten verschreiben. Diese wirken normalerweise effektiv, können jedoch teils schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Kokosöl ist dagegen eine sanfte und natürliche Alternativen zu den meisten handelsüblichen Präparaten.

Es ist sehr günstig zu kaufen, wirkt auch vorbeugend, ist frei im Handel erhältlich, da nicht rezeptpflichtig und auch für viele weitere Lebensbereiche einsetzbar.

Und das Wichtigste? Bei Kokosöl handelt es sich nicht um ein Voddoo-Mittel. Ganz im Gegenteil: Die Wirksamkeit des Öls wurde schon von mehreren wissenschaftlichen Studien bestätigt.

Wir wirkt Kokosöl gegen Läuse, Milben und Flöhe

Warum wirkt Kokosöl so effektiv gegen Läuse, Milben, Flöhe und andere Quälgeister? Nun, das liegt hauptsächlich an der im Kokosöl enthaltenen Laurinsäure.

Für die Wirkung des Kokosöls verantwortlich, ist die im Öl enthaltene Laurinsäure, die einen im natürlichen Kokosöl einen Anteil von mehr als 40% aufweist.

Laurinsäure ist in der Fachsprache auch als MCT bekannt. Sie fragen sich vermutlich, was diese Abkürzung bedeutet?

Sie steht für Medium-Chain Triglycerides – auf Deutsch bedeutet das mittelkettige Fettsäure. Diese kommt in kleineren Anteilen auch in Milchprodukten vor. D.h. auch Milch und Butter enthalten kleine mengen an Laurinsäure.

Laurinsäure hat eine antibakterielle Wirkung und besitzt auch antivirale, antimikrobielle, antiprotozoale und antifungielle Eigenschaften. Dadurch werden zum Beispiel die Eier von Läusen effektiv abgetötet.

Trotzdem wird sie vom Menschen und auch von anderen Säugetieren gut vertragen. Es treten keine Nebenwirkungen auf.

Diese Eigenschaften kann man sich bei vielen gesundheitlichen Aspekten zunutze machen. Kokosöl ist auf jeden Fall eine sanfte und ungefährliche Alternative, im Vergleich zu vielen aggressiven Mitteln und Präparaten, die man im Handel vorfinden kann.

Sehen wir uns an wie Kokosöl bei verschiedenen Ungeziefer im Detail wirkt:

Kokosöl gegen Läuse

Läuse können sich theoretisch am ganzen Körper einnisten. Am häufigsten ist jedoch der befall mit Kopfläusen, die es sich in den Kopf-Haaren gemütlich machen. Nicht wenige Leute haben in Ihrer Schulzeit ein oder mehrere Kopflausbefälle erlebt. In Europa liegt die Häufigkeit eines Kopflausbefalls im Kindesalter bei 2% bis 20 %, in Entwicklungsländern liegt dieser Wert dagegen bei bis zu 60 %.

Kopfläuse sind Parasiten, die sich vom menschlichen Blut ernähren. Alle paar Stunden tanken sie etwas Blut. In der Regel lebt eine Laus nur einen Monat lang. In dieser Zeit legen weibliche Läuse mehrere hundert Eier, aus denen schon nach wenigen Tagen neue Läuse schlüpfen.

Wer nichts gegen den Lausbefall tut, läuft Gefahr schon bald hunderte Parasiten auf der Kopfhaut durchfüttern zu müssen. Schlimmer noch: Kopfläuse können sehr leicht von einem Kopf auf den anderen übertragen werden. Daher sind besonders Kleinkinder in Gruppen von einem Kopflausbefall gefährdet.

Traditionell werden Kopfläuse und ihre Eier durch chemische Haarwaschmittel oder durch Auskämmen beseitigt. Das Problem der chemischen Entfernung ist, dass sich schon Resistenzen gebildet haben und diese Mittel immer weniger gut wirken.

Kokosöl ist daher eine natürliche und sanfte Alternative zur chemischen Keule.

Bei der Anwendung müssen Sie das Kokosöl gut in die Haare einreiben. Es wird vermutet, dass die Laurinsäure die vorhandenen Eier abtötet.

Wir empfehlen die Anwendung des Kokosöls in Kombination mit einem nassen Auskämmen der Läuse mittels Lauskamm.

Kokosöl gegen Milben

Die meisten Menschen wissen nicht, dass Sie Ihr Bett mit hunderten Milben teilen. Diese leben von den Hautschuppen die sie dort reichlich vorfinden. Die Wärme des Betts ermöglicht außerdem perfekte Lebensbedingungen für die kleinen Tierchen.

Klingt appetitlich, oder?

Für die meisten Menschen sind Milben nicht gefährlich, sie können bei einigen Leuten jedoch allergische Reaktionen auslösen. Der Begriff Hausstauballergie ist Ihnen sicher ein Begriff. Schnupfen und tränende Augen sind typische Anzeichen für eine solche Allergie.

Genau genommen sind die Betroffenen jedoch nicht gegen den Hausstaub, sondern gegen den Kot der Milben im Hausstaub allergisch.

Es ist kaum möglich einen Haushalt wirklich milbenfrei zu machen. Sie können jedoch versuchen, die Population einzudämmen.

Maßnahmen die das ermöglichen sind:

  • Häufiges Staubsaugen
  • Regelmäßiges Waschen des Bettzeugs
  • Und die Reinigung von Teppichen, Polstern und Bettdecken mit Hilfe eines Kokosöl-Reinigers

Kokosöl-Reiniger können Sie in vielen Bioläden oder Reformhäusern kaufen.

Kokosöl gegen Flöhe

Flöhe sind nur wenige Millimeter groß, können jedoch mehrere Meter weit springen. Behilflich sind dabei Ihre Beine, die sie wie ein Katapult spannen können. Das ist so als würde ein Mensch aus dem Stand auf die Spitze des Kölner Doms springen.

Flöhe sind ein wahres Wunder der Natur.

So weit zu den fantastischen Eigenschaften der Flöhe. Leider sind Flöhe aber auch Parasiten, die eine echte Plage werden können. Besonders oft werden Hunde und Katzen von Flöhen gepeinigt, aber auch Menschen können von einigen Floharten befallen werden.

Anders als Läuse leben Flöhe in der Regel nicht am Menschen. Sie halten sich in Teppichen, Polstermöbeln oder im Bett auf und verlassen Ihre Nester meistens in der Nacht um Blut bei ihrem Wirt zu tanken. Angelockt werden Sie dabei von der Körperwärme sowie der Atemluft.

Charakteristisch für einen Flohbefall sind kleine, stichige und juckende Wunden am Körper. Die größte Gefahr ist, dass sich die Flohstiche Entzünden. Bewiesen ist, dass Flöhe die Pest übertragen können, auch wenn das in unseren Breiten eher unwahrscheinlich ist.

Jedenfalls sind Flöhe im Haushalt ein hygienisches Problem, das Sie tunlichst beseitigen sollten.

Wie können sie Kokosöl gegen Flöhe einsetzten?

Reiben Sie Ihren Körper (oder das Fell Ihres Haustieres) mit Kokosöl ein. Das hält die Parasiten vom Leib. Zusätzlich sollten Sie Betten, Hundebetten, Teppiche regelmäßig reinigen und häufig staubsaugen.

Fazit: Wirkt Kokosöl gegen Läuse, Milben und anderes Ungeziefer?

Kokosöl ist eine sanfte und natürliche Alternative zu chemischen Reinigern und Präparaten, die im Kampf gegen Parasiten und Schmarotzer zum Einsatz kommen, die Ihnen und Ihren Haustieren das Leben schwer machen.

In Kombination mit anderen Maßnahmen kann der Einsatz von Kokosöl schon sehr schnell Erfolg bringen.

Und das Beste ist, dass Sie sich keine Sorgen um Nebenwirkungen des Kokosöls machen müssen.