Kokosöl für Hunde, Katzen und Pferde

Wir haben schon viel über die positive Wirkung von Kokosöl auf den Menschen gehört. Viele der positiven Eigenschaften dieses Öls können natürlich auch auf Tiere angewendet werden.

Hunde, Katzen und Pferde zählen zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland.

In welcher Art und Weise kann Kokosöl zum Wohlbefinden Ihres Lieblings beitragen?

Wie Sie wissen, leiden viele Hunde, Katzen und Pferde besonders in den Sommermonaten unter einem enormen Parasitenbefall:

Kokosöl für Tiere
Kokosöl für Tiere

Aber auch für die Fellpflege (Kokosöl ist nicht nur für Menschenhaar gut) und gegen Parasiten im Verdauungstrakt (gegen Darmparasiten) kann das Wunderöl eingesetzt werden. Im folgenden Beitrag sehen wir und die Wirkung des Kokosöl für Hunde, Katzen und Pferde im Detail an.

Kokosöl für Hunde

Kokosöl gegen Zecken, Flöhe und Milben beim Hund

Läuse, Milben, Flöhe, Mücke, Darmwürmer und Zecken sind für Ihren Fifi nicht nur eine Qual, sondern können mitunter auch lebensgefährlich sein.

Zecken können zum Beispiel Borreliose übertragen. Das ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium „Borrelia Burgdorferi“ ausgelöst wird. Nicht verwechseln sollte man diese Erkrankung mit der FMSE (Frühsommer-Meningoenzephalitis), vor der man sich durch eine Zeckenimpfung gut schützen kann.

Besonders Hunde sind von der Borreliose stark gefärdet. Als Symptome treten Fieberschüben, Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen sowie lahmenden Vorder- und Hinterläufen auf.

Borreliose tritt nur selten auf und ist nicht gefährlich? Glauben Sie besser nicht an die Harmlosigkeit dieser Erkrankung.

Ich weiß wovon ich schreibe und habe selber Erfahrung mit Borreliose. So erkrankte vor 2 Jahren der Schäferhund meiner Schwester nach einem Zeckenbiss an dieser tückischen Krankheit. Der Hund rang mehrere Tage mit dem Tod und überlebte nur knapp.

Daher weiß ich, wie wichtig es ist, eine aktive Vorsorge gegen Zecken einzusetzen.

Das tückische an Zecken ist, dass sie oft wegen des dichten Hundefells nicht bemerkt werden. Meistens sieht man sie erst, wenn sie sich mit Hundeblut vollgetrunken am Boden ihres Wohnzimmers liegen. Vertrauen Sie daher nicht darauf, dass sie Zecken schnell genug entfernen können. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Die Behandlung Ihres Hundes mit Kokosöl gegen Zecken ist zum Glück denkbar einfach. Geben Sie ein paar Tropfen des Öls auf Ihre Hand, zerreiben Sie es gut und massieren Sie es ins Fell Ihres Hundes ein. Aufgrund der Laurinsäure im Kokosöl werden Zecken Ihren Liebling in Zukunft meiden.

Das ist übrigens wissenschaftlich bestätigt. So fand die Freie Universität Berlin heraus, dass 75% bis 88% der Hautareale, die mit Laurinsäure behandelt wurden, von Zecken gemieden wurden

Sie sehen, dass Kokosöl zwar kein perfekter Mittel ist, aber dennoch relativ effektiv hilft.

Aber nicht nur gegen Zecken ist Kokosöl ein wirksamer Schutz. Das Öl hilft natürlich auch gegen den Befall von Milben, Flöhen und anderem Ungeziefer, die die Lebensqualität eines Hundes in Mitleidenschaft ziehen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier:

Kokosöl für ein schöneres Hundefell

Die Fellbehandlung mit Kokosöl hat übrigens einen schönen Nebeneffekt. Kokosöl sorgt nämlich für Fellglanz und einen verstärkten Haarwuchs. Dadurch wirkt es spröden, kraftlosen und matten Hundefell entgegen.

Eine Kokosöl-Behandlung des Fells Ihres Hundes sollte deshalb regelmäßige durchgeführt werden. Achten Sie dabei aber darauf, nicht zu viel Kokosöl zu verwenden. Das Fell sollte nicht „nass“ sein. Kleine Mengen Öl sind ausreichend.

Kokosöl gegen Darmparasiten

Die äußere Anwendung von Kokosöl wirkt zwar gegen viele Parasiten, gegen Schmarotzertiere im Inneren (Endoparasiten) ist sie aber leider nutzlos. Diese Darmparasiten könnne schweren Durchfall auslöse und sind auch für den menschlichen Besitzer ein hyginisches Problem.

Sollte Ihr Liebling an Darmwürmern und ähnlichen Getier leiden, wird daher die Beimischung von Kokosöl zum Futter empfohlen. Ein Esslöffel täglich als Futterzugabe reicht aus. Alternativ können Sie dem Futter auch Kokosflocken untermischen. In Kombination mit einer kohlenhydratarmen Diät sollte es schon bald zu einer Verbesserung des Stuhlgangs kommen beziehungsweise sollte der Befall durch Würmer und Darmparasiten schon im Voraus verhindert werden

Bei anhaltendem Durchfall sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen!

Kokosöl für Hunde-Pfoten

Der Winter ist für viele Stadthunde eine Qual. Streusalz und andere Winterstreu belasten die empfindlichen Pfoten Ihres Vierbeiners immens. Es können kleine Risse in der Hornhaut der Pfoten entstehen, die dem Hund beim Gassigehen Schmerzen verursachen. Durch die Behandlung mit Kokosöl bleiben die Pfoten geschmeidig und die Schmerzen werden gelindert.

Kokosöl für Katzen

Katzen gelten zwar nicht als die besten Freunde von Hunden. Im Endeffekt werden Sie jedoch von ganz ähnlichen Parasiten geplagt.

Besonders gefährdet sind Freigänger – also Katzen die ihr Leben nicht nur in der Wohnung verbringen. Zecken, Milben und Flöhe können Ihr Wohlbefinden erheblich stören.

Kokosöl gegen Zecken, Milben und Flöhe bei Katzen

Ähnlich wie bei der Behandlung von Hunden, ist die äußere Behandlung mit Kokosöl kinderleicht. Sie brauchen nicht mehr als eine Messerspitze Kokosöl. Dieses verreiben Sie einfach in Ihrer Hand und reiben es in das Fell der Katze ein. Bedenken Sie, dass Kopf, Hals und der Bereich zwischen den Ohren besonders oft von Zecken heimgesucht wird – wohl auch, weil die Katze dort schlecht hinkommt – verreiben Sie das Öl daher besonders intensiv in diesen Bereichen.

Da Kokosöl sehr gesund und ein natürliches Mittel ist, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Ihr Liebling allergischen Reaktionen zeigen wird. Das ist bei vielen anderen mitteln gegen Zecken leider der Fall. Idealerweise massieren Sie das Öl vor einem Freigang ein.

Wie Sie sich denken können, wirkt das Kokosöl auch gegen andere Parasiten wie Milben und Flöhe. Vertrieben werden die Parasiten offenbar durch den Geruch der im Kokosöl enthaltenen Laurinsäure. Außerdem besitzt das Öl eine antibakterielle Wirkung durch die Eier, die von Milben und Flöhen im Fell der Katze gelegt werden, abgetötet werden.

Wie Sie hoffentlich schon gelernt haben, hat Kokosöl als Nebeneffekt auch eine positive Eigenschaft auf die Fellqualität Ihres Sanftpföters.

Kokosöl für ein schöneres Fell Ihrer Katze

Haarausfall, Schuppen, sowie struppiges und glanzloses Fell sieht man häufig bei Katzen mit ungepflegten Fell. Die Behandlung mit Kokosöl bewirkt, dass die Haare Geschmeidiger werden und die Haut unter den Haaren Feuchtigkeit besser speichern kann. Dadurch wirkt das Fell Ihrer Katze gesünder, glänzender. Fast so als wäre sie ein Star aus der Katzenfutterwerbung im Fernsehen.

Kokosöl gegen Wurmbefall bei Katzen

Erbrechen und Durchfall können Symptome eines Wurmbefalls sein. Die Gefahr besteht, dass die Darmparasiten dadurch weiterverbreitet werden und in weiterer Folge andere Haustiere oder sogar Frauchen und Herrchen befallen.

Sollte Ihr Vierbeiner schon an den genannten Symptomen leiden, raten wir Ihnen einen Tierarzt aufzusuchen. Wichtig ist es jedoch, schon vorbeugend gegen Darmparasiten und – Würmer vorzugehen.

Eine kleine Menge Kokosöl kann prophylaktisch Wunder gegen Darmparasiten wirken. Durch die antibakterielle Wirkung haben Würmer weniger Möglichkeiten, sich im Darm Ihres kleinen Tigers anzusiedeln. Es empfiehlt sich wöchentlich ein Teelöffel Kokosöl dem Futter Ihrer Katze unterzumischen. Kokosflocken können Sie auch verwenden, wobei die Erfahrung zeigt, dass Kokosöl öfters gegessen wird.

Kokosöl für Pferde

Kokosöl wirkt effektiv gegen Parasiten bei Hunden und Katzen. Auch Ihr Pferd wird durch Zecken, Flöhe und Milben gepeinigt, ähnlich belastend sind jedoch Fliegen, Bremsen und Mücken. Gut zu wissen, dass der Geruch des Kokosöls auch diese nervigen Insekten abschreckt.

Ein weitere Möglichkeit Kokosöl bei Pferden anzuwenden, ist bei der Behandlung von Sommerekzemen. Diese Ekzeme, treten wie der Name schon sagt, meistens im Sommer auf. Meistens werden Sie durch Insektenbisse gebildet, die sich entzünden.

Um dem Juckreiz entgegenzuwirken scheuern die Pferde an dieser Stelle, meist indem Sie sich an Bäumen, Zäunen oder den Wänden Ihrer Pferdeboxen reiben. Dadurch wird das Fell und die Haut der entzündeten Stellen aufgerieben. In weiterer Folge bilden sich offene Wunden, die nicht selten zum Eitern anfangen.

Kokosöl hilft bei der Behandlung dieser Ekzeme. Einerseits indem der starke Juckreiz der betroffenen Stellen gemildert wird, andererseits durch die antibakterielle Wirkung. Es bildet sich keine Wundinfektion und die Krusten heilen schneller ab.

Natürlich kann man Kokosöl auch für die Behandlung von anderen aufgescheuerten Stellen verwenden. Zum Beispiel Hautstellen die vom Sattel aufgescheuert wurden, oder Verletzungen die sich das Pferd durch Zweige oder Zäune zufügt.

Pferdehaar-Pflege mit Kokosöl

Mähne, Schweif und Fell Ihres Pferds sollten Sie natürlich ebenfalls mit Kokosöl behandeln. Neben den schon vorgestellten Wirkungen gegen Insekten und andere Parasiten, erhöht das Kokosöl auch den Glanz der Fells. Auch wird der Schweif und die Mähne geschmeidiger. Auftragen können Sie das Kokosöl ganz einfach mit einer Bürste, mit der Sie das Öl einmassieren.