Kokosöl als Deo /Deodorant

Kann man mit Kokosöl als Deo Schweißgeruch vermeiden? Wir klären Sie auf.

Schweiß!

Wir alle kennen diesen stechenden Geruch. Wer hat nich schon mal in einer sommerlichen U-Bahn oder in der Umkleidekabine im Sportverein unter einem penetranten Schweißgestank gelitten?

Fakt ist: Schweißgeruch kann ziemlich unangenehm sein.

Kokosöl als Deo
Kokosöl als Deo

Genau genommen, riecht jedoch nicht der Schweiß so penetrant. Das macht er nur in der Pubertät. Es sind die Bakterien der Hautflora die für den Geruch verantwortlich sind. Diese gedeihen besonders gut im feucht-warmen Milieu, vor allem in der Achselhöhle. Langkettigen Fettsäuren werden von diesen Bakterien zu kürzeren Ketten wie Buttersäure oder Ameisensäure umgewandelt, mit dem Resultat, dass man zum Stinken anfängt.

Da glaubt man kaum, dass mit dem Schweiß auch Sexualduftstoffe verbreitet werden. Es gibt wissenschaftliche Studien die besagen, dass Achselschweiß sexuell anregend wirkt.

Das mag stimmen, nur sind der Arbeitsplatz oder die überfüllte U-Bahn in der Regel nicht die besten Revier für die Partnersuche, auch wenn in unserer Redaktion einige Kollegen das Gegenteil berichten…

Es verwundert jedenfalls nicht, dass die meisten Leute bestrebt sind Ihre Schweißgerüche zu minimieren. Man will ja nicht dauernd brunftige Paarungspartner anlocken. ??

Ein beliebtes Mittel gegen Achselschweiß sind Deodorants. Diese wirken mit Hilfe von drei Maßnahmen:

  1. Übertünchen Sie bestehende Gerüche
  2. Töten die für die Gerüche verantwortlichen Bakterien und Mikroorganismen ab
  3. Reduzieren Sie die Aktivität der Schweißdrüsen (Antitranspirant)

Grundsätzlich sind alle handelsüblichen Deos ein guter Schutz gegen Schweißgeruch.

Problematisch ist jedoch, dass einige Leute allergisch auf die handelsüblichen Deos reagieren können. Außerdem gibt es eine gewisse Skepsis gegen Deos mit Aluminiumverbindungen. Aluminium ist zwar ein effektiver Antitranspirant, steht jedoch im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Anders als von einigen unseriösen Seiten behauptet, gibt es zwar keine Studien, die beweisen, dass Aluminiumdeos Brustkrebs verursachen. Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Gegen die antitranspirante Wirkung von Aluminium-Deos gibt es noch eine weitere Kritik: Das Ausschalten der Schweißdrüsen an stark durchschwitzten Orten ist nämlich unnatürlich.

Grundsätzlich sollten Deos ja nur Gerüche übertünchen und die Bildung der Geruchsbakterien verhindern. Für Leute die sich keine Sorgen um Schweißflecken an den Achsel machen, sind diese beiden Wirkungen eines Deos ausreichend.

Schwitzen ist gesund und muss nicht verhindert werden.

Natürliches Deo mit Kokosöl

Kokosöl hat – aufgrund der im Öl enthaltenen Laurinsäure – eine antibakterielle Wirkung. Zusätzlich verfügt es auch über einen angenehmen Geruch, der dem Schweißgestank etwas entgegensetzt.

Theoretisch können Sie sich als Deo einige Tropfen Kokosöl am Morgen unter die Achseln wischen. Effektiver ist jedoch die Herstellung eines Deos mit Kokosöl und Natron, sowie mit einigen weiteren ätherischen Ölen.

Wir wollen schließlich ein professionelles Deo herstellen.

  • 1/3 Tasse Natron (wirkt ebenfalls antibakteriell und geruchshemmend)
  • 15 Tropfen Lavendelöl
  • 14 Tropfen Minzöl
  • 4 Löffel Kokosöl
  • Je nach Wunsch weitere ätherische Öle

Vermischen Sie alle Zutaten in einer Schüssel, bis sich eine cremige Masse bildet. Dieses natürliche Deo füllen Sie in einen Deo-Behälter. Sie können es auch in ein Roll-On-Deodose geben.

Natron können Sie in der Apotheke kaufen, oder online bestellen. Sie werden überrascht sein, wie billig das selbstgemachte Deo ist und wie effektiv es wirken wird. Wer braucht da noch das Zeug aus dem Supermarkt?

Was ist ihre Erfahrung mit der Eigenherstellung von Deos?

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